Mispel
Mespilus germanica

Rosaceae, Rosengewächse
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Beschreibung:
Die Mispel ist wie der Apfel- oder Birnbaum ein seit alter Zeit kultiviertes Obstgehölz, welches in Mitteleuropa heute nur noch in alten Kloster- und Bauerngärten zu finden ist. Heute wird die Mispel wegen ihrer relativ großen, weißen Blüten und der zierenden, langen Blätter oft in Gärten als anspruchsloses Ziergehölz verwendet. Die meist 2 - 4 cm großen Früchte mit den typischen, langen Kelchzipfeln entfalten erst nach Frosteinwirkung ihr angenehm säuerliches, frisches und herbes Aroma. Sie sind reich an Zucker, Gerbstoffen, Stärke und Pektin. Aus ihnen können Konfitüre, Marmelade, Gelee, Kompott, Säfte, Mus, Wein und Likör gewonnen werden. Die Mispel ist aufgrund ihrer geringen Wuchshöhe auch für kleinste Gärten gut als Hausbaum geeignet.
Heimat:    Südeuropa, Nordiran, Kaukasus; in Deutschland stellenweise verwildert.
Wuchs:    Kurzstämmiger Kleinbaum oder breit aufrechter, oft etwas sparriger Strauch. Wird 3 - 5 m hoch und später breiter als hoch.
Blüten:    Einzeln stehende, weiße, 3 - 4 cm breite, apfelähnliche Blüten von Mai bis Juni.
Früchte:    Meist 2 - 4 cm große, braune Scheinfrüchte mit langen Kelchzipfeln. Form sehr variabel, apfel-, birnen- oder kreiselförmig. Eßbar, sehr vielseitig verwendbar, altes Kulturobst.
Standort: Sonnig bis halbschattig, liebt warme Lagen.
Boden:    Recht anspruchslos. Boden mäßig trocken, nicht zu mager. Gedeiht am besten auf tiefgründigen, nährstoffreichen, kalkhaltigen Lehmböden.
Eigenschaften: Frosthart, stadtklimafest, verträgt Hitze sehr gut.
Vermehrung: Veredlung, Stecklinge, Aussaat. Unser Tipp: Die Mispel verträgt strengen Schnitt recht schlecht. Nur bei alten Pflanzen wird ein Auslichten der Krone empfohlen, um den Fruchtansatz zu fördern.

Mispel, Blüten



Mispelfrüchte in Schale

© Foto: Zeitlhöfler